Die Systec DX-Serie, von vorne zu beladende horizontale Tischautoklaven, sind in 7 Abmessungen mit 25 bis 200 Liter Nutzraum verfügbar. Außen kompakt, innen mit idealer Nutzraumgröße. Jede Größe bietet eine optimale Beladungskapazität für die meisten Standard Medium-Flaschen und Erlenmeyer-Kolben.
Für alle Laboranwendungen, selbst für anspruchsvolle Sterilisationsprozesse nach neuestem Stand der Technik. Mit allen Möglichkeiten zusätzlicher Optionen zur Prozessoptimierung.
Typ
Nutzraumabmessungen
Ø x Tiefe (mm)
Nutzraumvolumen
in Litern total / nominal
Zeichnung
Elektroanschluss für:
Systec DX-25 und Systec DX-45: Spannung 220 – 240 V, 50/60 Hz, 16A
Systec DX-65 bis Systec DX-200: Spannung 380 – 400 V, 50/60 Hz, 16A
Weitere Spannungsversorgungen auf Anfrage möglich. Länderspezifische Abweichungen möglich.
Standard Features
Systec dx
Integrierter, von der Kammer separierter Dampfgenerator
Gehäuse, Tragrahmen und Druckbehälter aus korrosions beständigem Edelstahl
Temperatur- und Druckbereich 140 °C, 4 bar Absolutdruck
Touch-Display und vollautomatische Mikroprozessorsteuerung
Anzahl Sterilisierprogramme
100
Codegesicherte Zugriffsrechte zur Parameterveränderung und weiterer sicherheitsrelevanter Interventionen
Interner Speicher zur Datensicherung für mindestens 10 Jahre
Timer für programmierbare Startzeit
Autofill, automatische VE-Wassereinspeisung zur Dampferzeugung
Flexibler PT-100 Temperatursensor
Zusätzlicher Temperatursensor im Kondensatauslass
Warmhaltefunktion nach Programmende für Flüssigkeiten
Spezialprogramm für Durham-Röhrchen
F0-Wert Berechnung
Spezialprogramm für die Abfallsterilisation mit fraktioniertem Aufheizen zur effizienteren Entlüftung
Abwassertemperaturregelung wassergekühlt, thermostatisch kontrolliert
Einstellbare automatische Türöffnung nach Programmende
Netzwerkanschluss und USB zur externen Datenübertragung
Benutzerkontensteuerung (Standard). In der Standard-Benutzerkontensteuerung sind drei fest voreingestellte und feste Gruppen mit jeweils einem Benutzer verfügbar (Administrator, Operator, Supervisor)
Integriertes Dokumentationsfeature zur umfangreichen Chargendokumentation und Export als PDF und CSV
Zeitsynchronisation mit Zeitserver via Netzwerk oder Interne
Optional erhältlich
Erweiterung des Temperatur- und Druckbereichs auf 150 °C / 5 bar Absolutdruck
Optionen zur Prozessoptimierung
Schnellrückkühlung für das effiziente und sichere Kühlen von Flüssigkeiten
Radialventilator und Ultracooler zur Beschleunigung des Kühlvorgangs
Vakuumsystem für die validierbare Sterilisation von Festkörpern und Abfällen in Vernichtungsbeuteln
Superdry: Zur Trocknung von Festkörpern (nur in Verbindung mit optionalem Vakuumsystem)
Abluftfiltration (inklusive Kondensatinaktivierung zum sicheren Sterilisieren von biologischen Gefahrstoffen
Optionen für die Dokumentation
Integrierter Drucker zur Chargendokumentation
Save to Folder. Automatischer Datentransfer via FTP/SFTP
Advanced CFR 21 Part 11 Lösung inkl. AuditTrail. Ermöglicht das elektronische Signieren von Laufdaten (manipulationssicher). Dokumentation aller Änderungen am Gerät und aller Alarmmeldunge
Personalisierte Zertifikate zur elektr. Signierung von Laufdaten (nur anwendbar mit der erweiterten Benutzerkontensteuerung)
Systec Autoklaven sind ab Werk vorbereitet, dass alle Optionen jederzeit auch nachgerüstet werden können.
Weitere Optionen und Sonderprogramme sowie Systemzubehör wie Körbe, Einsätze, Transport- und Beschickungssysteme auf Anfrage.
Für weitere Informationen über zusätzliche Optionen und Zubehör bitte klicken Sie auf „Optionen“.
Technik neuester Stand
Der Systec Autoklav entspricht dem neuesten Stand der Technik, sowohl in den mechanischen als auch in allen elektronischen Komponenten, die zusammen eine neue Qualität der Sterilisationsprozesse im Labor sichern. Somit erfüllen die Systec Autoklaven die Anforderungen, die in Zukunft auf die Laborarbeit zukommen werden.
Qualität durch und durch
Eine leichte Reinigung der Sterilisierkammer wird durch korrosionsbeständigen, elektropolierten Edelstahl 316L (1.4404) sichergestellt – und auch die Verblendungen des Gehäuses sowie die Trägerrahmenkonstruktion sind aus Edelstahl gefertigt. Eine hochwirksame Hanno-Tect Isolierung verhindert dabei wirksam eine Absonderung von Partikeln. Um bei Grenzwertüberschreitungen eine Druckentlastung vornehmen zu können, verfügen die Autoklaven zusätzlich über bauteilgeprüfte Sicherheitsventile. Durch das Zusammenspiel all dieser Elemente können Systec Autoklaven problemlos zur Sterilisierung unter Reinraumbedingungen genutzt werden.
Doppelte Sensorik serienmäßig
Temperatur und Druck werden durch einen elektronischen Druckaufnehmer sowie durch einen flexiblen Temperaturfühler geregelt. Dieser Temperaturfühler kann in der Sterilisationskammer oder – etwa bei der Flüssigkeitssterilisation – in einem Referenzgefäß eingesetzt werden. Ein zusätzlicher Temperatursensor findet sich bei den Autoklaven im Bodenablauf.
Die Systec Autoklaven sind rückseitig mit folgenden Anschlüssen versehen:
| VE-Wasser-Zuführung zur Dampferzeugung | – |
| Druckluftanschluss | – |
| Kühlwasser-Zuführung | – |
| Sammelablauf | – |
| RJ-45 Schnittstelle | – |
| Flexibler Stromanschluss mit CEE-Stecker | – |
Alles nach Norm und Regel
Serienmäßig sind die Systec Autoklaven für eine Sterilisiertemperatur bis 140 °C und einen Dampfdruck bis zu 4 bar Absolutdruck ausgestattet.
Die Systec DX-Serien Modelle sind auch für höheren Dampfdruck und höhere Temperaturen ausgelegt: Die Druckbehälter sind hier serienmäßig in der Lage, einem Druck von 5 bar (Absolutdruck) bei 150° C Sterilisationstemperatur standzuhalten. Die Kontroll-, Regel- und Sicherheitskomponenten werden durch diese optionale Erweiterung ebenfalls auf den höheren maximalen Druck und die höhere maximale Temperatur angepasst. Wer zunächst ein Standard-Modell erwirbt, kann den erweiterten Leistungsbereich wahlweise auch später noch nachrüsten lassen.
Ausnahme: Die Temperatur- und Druckbereichserweiterung auf 5 bar Absolutdruck/150 °C ist nicht erhältlich für Systec DX-45.

Dampferzeugung per Generator
Der Dampfgenerator ist in das Gehäuse des Autoklaven integriert, von der Sterilisierkammer aber separiert.
Das bringt überzeugende Vorteile:
Kondensation statt Abdampf
Der Abdampf kondensiert durch automatische, über einen PT-100 Temperaturfühler geregelte Kühlung. Das vermeidet Geruchsbelästigung und schont Abwasserrohre.

Bedienung über Touch-Display
Einfach und schnell erfolgt die Bedienung über einen 5,7 Zoll großen, hervorragend ablesbaren Bildschirm mit Touch-Funktion. Gleichzeitig bietet diese Innovation zusätzliche Möglichkeiten und mehr Flexibilität beim Umgang mit dem Autoklaven.
So ist die Anzeige aller prozessrelevanten Daten sowohl numerisch als auch grafisch möglich. 7 Programme sind bereits vordefiniert und der Anwender kann bis zu 100 Programme selbt anlegen, diese ändern oder löschen.
Zum einfachen Anlegen eines neuen Programms wird der Anwender im Dialog durch den Prozess geführt. Jedes neue Programm erhält automatisch eine feste, nicht änderbare Kennung und kann zusätzlich mit einer vom Anwender individuell wählbaren Bezeichnung versehen werden. Alle Prozessparameter können individuell verändert werden.
Vordefinierte Programme
1 Festkörper
2 Abfall (Beutel)
3 Abfall flüssig, mit geregeltem Dampfablass zur Rückkühlung
4 Flüssigkeiten, mit geregeltem Dampfablass zur Rückkühlung
5 Reinigung
6 Vakuum-Test*
7 Bowie-Dick-Test*
Erweiterbar auf bis zu 100 Sterilisierprogramme.
* Nur in Verbindung mit Vakuumeinrichtung.

Moderner Sicherheits-Türschnellverschluss
Der sichere Verschluss der Tür zur Sterilisierkammer erfolgt nach dem Andrücken automatisch mit Hilfe eines umlaufenden Ringsystems*. Eine speziell entwickelte Lippendichtung aus hitzebeständigem Silikon schließt bei steigendem Dampfdruck in der Sterilisierkammer umso fester, wodurch keine Hilfsmedien wie Druckluft benötigt werden, um zuverlässige Dichtigkeit sicherzustellen. Gemäß DIN EN (IEC) 61010-2-040 ist der Türschnellverschluss temperaturabhängig, wodurch die Tür bei einem Überdruck in der Kammer geschlossen bleibt, bis sich dieser Druck abgebaut hat.
Wie die Sterilisierkammer und das Gehäuse besteht auch die Tür zur Kammer aus robustem Edelstahl, während Designelemente wie die formschöne Türverkleidung oder das ergonomisch eingebettete Display mit Bedienfeld aus hitzebeständigem und hochgradig isolierenden Kunststoff gefertigt sind. Dies stellt sicher, dass Mitarbeiter beim Sterilisiervorgang keine heißen Teile berühren können.

Selbsttätige Türöffnung
Entweder durch Tastendruck oder wahlweise auch automatisch nach Ende des Sterilisierprogramms setzt das Öffnen der Tür selbsttätig ein. Diese Funktion erleichtert Arbeitsabläufe – insbesondere dann, wenn nach dem Autoklaviervorgang Materialien getrocknet oder abgekühlt werden müssen. So muss die Arbeit nicht unterbrochen werden, um Restdampf entweichen zu lassen und die Restwärme kann direkt zur Trocknung des Sterilisiergutes eingesetzt werden. Die Gefahr einer Verschmutzung von außen beim automatischen Öffnen der Tür wird durch den geringen Öffnungswinkel von 15° vermieden. Ist der Autoklav schließlich ausgekühlt, kann die Tür zur Entnahme händisch vollständig geöffnet werden.
Systec Autoklaven entsprechen den folgenden sowie weiteren Normen und Vorschriften:
Druckbehälter:
Weitere Richtlinien:
Alle Geräte sind CE gekennzeichnet.
Gerne stellen wir Ihnen auf Anfrage ein komplette Normen- und Vorschriftenübersichtsliste zur Verfügung.
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Sterilisiergut und Sterilisierverfahren
Das ideale Sterilisierverfahren für jede Aufgabe
Validierbare, einwandfreie Sterilisationsergebnisse sowie schnellere Rückkühlzeiten – insbesondere bei flüssigem Sterilisationsgut – erfordern im Einzelfall die Auswahl spezifischer Sterilisierungsparameter, die hauptsächlich von der Art des Sterilisiergutes abhängig sind. Noch bevor der Sterilisiervorgang starten kann, sollte deshalb das Konfigurieren des Autoklavs mit großer Genauigkeit vorgenommen werden, um den geplanten Sterilisationsaufgaben und deren Anforderungen zu entsprechen. Nur eine sachgerechte Gerätekonfiguration kann sicherstellen, dass ein validierbarer Sterilisationsprozess erreicht wird, der auch nachweisbar biologisch wirkt. Bei der Konfiguration des Autoklavs kann die folgende Tabelle zu Rate gezogen werden, wir empfehlen jedoch zusätzlich eine professionelle Beratung durch Systec-Fachpersonal.
| Enftlüftung | Kühlung | Trocknung | Andere | ||||||
| Gravitation | Einfaches Vakuum | Pulsierender Überdruck | Fraktioniertes Vakuum | Konventionelle Kühlung mit langsamem Druckablass | Schnell- kühlsystem mit Stützdruck | Oberflächen- trocknung ohne Vakuum | Trocknung mit Nachvakuum + Superdry | Abluftfiltration | |
| Flüssigkeiten | + | ? | – | – | ? | + | ? | – | |
| Unverpackte Feststoffe ohne Hohlkörper | + | + | + | + | ? | + | |||
| Poröse Materialien (Filter, Textilien) |
– | ? | ? | + | – | + | |||
| Hohlkörper (Pipetten spitzen, leere Glaswaren, Röhrchen und Schläuche) | – | – | – | + | – | + | |||
| Kontaminierter Müll in Vernichtungsbeuteln | – | – | ? | + | – | – | + | ||
+ Empfohlenes Verfahren ? Evtl. akzeptables Verfahren – Nicht mögliches Verfahren
Sterilisation von Flüssigkeiten
Aufheizen

Sterilisieren von Flüssigkeiten geht mit deutlich höheren Aufheiz- und Abkühlzeiten einher. Nur ein Bruchteil der Gesamtchargenzeit eines Autoklavierungsvorganges entfällt tatsächlich auf die Sterilisierzeit – bei 121 °C typischerweise nur 15 Minuten.
Das herkömmliche Verfahren
Bei vielen herkömmlichen Systemen erreicht beim Sterilisieren von Flüssigkeiten zunächst nur die Innenkammer des Autoklavs die vorgesehene Sterilisierungstemperatur, nicht jedoch zu sterilisierende Flüssigkeiten, die dann meist erst auf ca. 50-90 °C erhitzt sind. Die nötige Temperaturausgleichszeit zwischen Kammer und Flüssigkeit ist typischerweise wesentlich größer.
Aufheizzeiten serienmäßig bis zu 50 % kürzer
Dank der Kombination aus Druck- und Temperaturregelung erhöht sich der Kammerdruck während der Aufheizphase stetig. Dies erzeugt kürzere Aufheizzeiten durch die schnellere Temperaturangleichung von Flüssigkeiten an die Temperatur der Kammer.
Kühlen

Gleichsam kann bei der Sterilisierung von Flüssigkeiten der Abkühlvorgang sehr langsam sein, da sich ohne aktive Schnellrückkühlung Hitze unter 100 °C nur mit Hilfe von Konvektion über die Kammerisolierung verflüchtigen kann (siehe Abbildung).
Dank neuer Systemtechniken und Verfahrenstechniken kann die Chargenzeit insgesamt wesentlich verkürzt werden. Dadurch werden die Sterilisierungsmedien nicht übermäßig lange der Belastung erhöhter Temperaturen ausgesetzt und gleichzeitig werden mehrere Stunden Arbeitszeit gewonnen.
Systec Autoklaven bieten aus diesem Grund vielfältige Funktionen zur Autoklavierung von flüssigem Sterilisationsgut, um eine sichere Handhabung, präzisere Sterilisationsprozesse und damit auch eine erhöhte Produktivität sicherzustellen. Viele dieser Funktionen sind standardmäßig enthalten – je nach Leistungskategorie und Modell können sie optional auch nachträglich zugerüstet werden.
Die Rückkühlzeit kann bei Flüssigkeiten im Autoklaven durch verschiedene optionale Schnellrückkühlsysteme wesentlich reduziert werden. Dadurch wird der Autoklav effizienter ausgelastet und eventuelle Nährmedien geschont.
Zusätzlich zur klassischen Kühlungsmethode (geregelter Dampfablass bis auf 100 °C, dann langsame Selbstabkühlung auf 80 °C oder weniger) können Autoklaven von Systec mit zusätzlicher Systemtechnik auch einige schnellere Rückkühlverfahren anwenden:
Mantelkühlung durch Kühlwasser und Stützdruck
Immer unter Kontrolle

Durch den Sterilisierprozess hindurch wird in einem Referenzgefäß die Wassertemperatur mit Hilfe eines flexiblen Temperaturfühlers PT-100 gemessen. Die Sterilisationszeit kann so erst dann beginnen, wenn nicht nur der Innenraum des Autoklavs, sondern auch die zu sterilisierende Flüssigkeit die geplante Sterilisationstemperatur erreicht hat.
Auch die Temperatur beim Abkühlen wird über den Temperaturfühler überwacht. Um Siedeverzüge zu vermeiden und im Einklang mit der Norm sterilisieren zu können, ist es erst möglich, den Deckel zu öffnen, wenn die Flüssigkeitstemperatur auf mindestens 80° C abgesenkt wurde. Mit Hilfe eines Stützdrucks durch Druckluft (sterilisiert) wird während der Kühlphase außerdem das Kochen der Kulturmedien verhindert.
Vorteile:
Radialventilator

Die durch einen Radialventilator erzeugte Luftumwälzung sorgt in Verbindung mit einer Mantelkühlung mit Wasser für beschleunigten Wärmetransport aus der Sterilisierkammer. Angetrieben wird das Lüfterrad durch einen extern angebrachten Motor mit Hilfe einer Magnetkupplung.
Ultracooler

In Verbindung mit Mantelkühlung durch Kühlwasser, Stützdruck und Radialventilator ist es durch die Integration des zusätzlichen Ultracooler Wärmetauschers gelungen, die Rückkühlzeit und damit die Gesamtchargenzeit weiter deutlich zu reduzieren.
Sterilisation von Festkörpern
Vakuumeinrichtung
Bei Festkörper-Sterilisiergut wie Pipettenspitzen (in Boxen), Abfällen (in Abfallbeuteln) oder leeren Gläsern sowie bei porösen Sterilisiermedien wie Textilien oder Filtern. Eine Vakuumeinrichtung wird deshalb zum Entlüften von derartigem Sterilisiergut sowie von Schläuchen sowie allen Festkörpern und Textilien eingesetzt, bei denen sichergestellt werden muss, dass der Dampf vollständig eindringen kann. Das wird durch einen serienmäßigen Dampfgenerator gewährleistet, der in Kombination mit einem fraktionierten Vorvakuum funktioniert. Auf diese Weise können Textilien wie auch Festkörper und poröse Sterilisiermedien validierbar sterilisiert werden.

Superdry – Trocknung von Festkörpern
Mit diesem System wird über den serienmäßig integrierten Dampfgenerator Wärmeenergie an die äußere Sterilkammerheizung abgegeben. Durch diese Option erleichtern Autoklaven von Systec das Trocknen von Festkörpern sowie porösen Sterilisiergütern wie Textilien oder Filtern. Nachtrocknen in einem separaten Trockenschrank wird durch diese optionale Vakuumeinrichtung mit Superdry überflüssig.

Sterilisation von Abfällen in Autoklavierbeuteln
Vakuumeinrichtung
Bei Abfällen in Beuteln ist es wichtig, die im Sterilisiergut vorhandene Luft vollständig zu entfernen, um eine genaue, reproduzierbare und validierbare Sterilisation zu gewährleisten.

Die Vakuumeinrichtung dient zur hochwirksamen Entfernung von Luft aus Vernichtungsbeuteln, damit der Dampf auch in das Sterilisiergut eindringen kann. Dies geschieht mittels eines fraktionierten Vorvakuums in Verbindung mit dem serienmäßigen Dampfgenerator. Nur so kann eine validierbare Sterilisation von Abfall in Vernichtungsbeuteln erreicht werden.
Sterilisation von biologischen Gefahrenstoffen
Permanent kontrolliert – Abluftfiltration mit Kondensat-Inaktivierung

Für die Sterilisation von biologischen Gefahrstoffen kann der Systec Autoklav mit einer optionalen Abluftfiltration ausgerüstet werden. Der autoklavierbare Sterilluftfilter ist in Form einer Filterkerze ausgeführt. Diese Filterkerze besteht aus einer PTFE-Membran mit einer Porengröße von 0,2 μm. Die Filterkerze befindet sich in einem druckfesten Gehäuse und kann jederzeit schnell ausgewechselt werden. Überwacht durch ein PT-100 Temperatursensor, wird die Filterkerze automatisch bei jedem Sterilisierprozess inline mitsterilisiert.
Das Kondensat wird während der Aufheiz- und Sterilisierphase im Druckbehälter zurückgehalten und sicher mitsterilisiert. Durch die Abluftfiltration und Kondensatsterilisation können vor Ende der Sterilisierphase keine Keime entweichen. Dies stellt sicher, dass alle Gase oder Flüssigkeiten, die beim Verdrängen aus dem Autoklaven eine potenzielle Gefahr für die Umwelt darstellen können, entweder gefiltert und inline sterilisiert werden.
Temperatur- und Druckbereich
Heute für morgen gerüstet! Als erste Laborautoklaven ihrer Bauart sind die Autoklaven Systec D-Serie für höhere Temperaturen bei höherem Druck geeignet. Der Druckbehälter ist standardmäßig auf 5 bar Absolutdruck/150 °C ausgelegt. Mit der optionalen Temperatur- und Druckbereichserweiterung werden auch die Regel-, Kontroll- und Sicherheitskomponenten auf den höheren Druck- und Temperaturbereich angepasst. Diese Option ist auch später nachrüstbar.
STANDARD: Interner Speicher

Die Prozessdaten werden auf dem internen Speicher gespeichert. Die Kapazität reicht aus, um Prozessdaten über einen durchschnittlichen Zeitraum von Minimum 10 Jahren zu speichern.
STANDARD: Elektronische Datenausgabe

Das integrierte Dokumentationsfeature dient der umfangreichen Chargendokumentation und zum Export der elektronischen Daten als PDF oder CSV via Netzwerkschnittstelle* oder USB. Es werden die wesentlichen Kennzahlen der einzelnen Programmphasen und Prozessparameter in einer tabellarischen Übersicht dargestellt, gefolgt von einem Graphen und einer numerischen Darstellung des Programmablaufs in Tabellenform.
*Die Netzwerkschnittstelle benötigt das optionale Feature „Save to Folder“ für die Dateiübertragung auf einen im Netzwerk befindlichen PC oder Server.
STANDARD: Backup Feature

Die Backup-Funktion (via USB) erlaubt dem Anwender das Speichern und Wiederherstellen von:
Die Backup-Datei ist verschlüsselt und so vor Manipulationen gesichert.
STANDARD: Echtzeituhr

Das Gerät verfügt über eine Echtzeituhr mit automatischer Zeitumstellung. Zeit, Datum und Zeitzone können manuell über das Touch-Display, den Webserver oder automatisch über das Internet eingestellt werden. Für die automatische Zeiteinstellung ist die Angabe eines Zeit-Servers und eine aktive Internetverbindung notwendig.
OPTIONAL: Save to Folder

Die „Save to Folder“-Funktion exportiert den aktuellen Prozesslog automatisch nach Programmende auf den Computer oder Server. Folgende Server werden unterstützt: FTP, SFTP, FTPS.
OPTIONAL: SCADA-Anbindung

Alle relevanten Informationen (aktuelle Werte definierter analoger und digitaler Ein- und Ausgänge eines Gerätes, aktueller Prozessstatus, Alarme) werden über ein OPC-UA Protokoll vom Autoklav bereitgestellt.
OPTIONAL: Drucker

Optional mit integriertem Drucker zur Dokumentation von Programmart, Chargennummer, Datum / Uhrzeit. Der Ausdruck enthält die wesentlichen Informationen zu einem Programmablauf. Insbesondere lässt sich anhand des Ausdrucks die grundlegende Parametrierung und der Erfolg / Misserfolg eines Programmablaufs ablesen. Der Ausdruck wird in der am Gerät eingestellten Sprache erstellt.
OPTIONAL: Advanced CFR Part 11 Lösung

Die Daten können via USB oder Netzwerkschnittstelle* als PDF- und/oder CSV (Excel)-Dateien vom Autoklav heruntergeladen werden**. Sowohl die PDF- als auch die CSV-Dateien sind elektronisch vom Autoklav signiert. Diese elektronische Signatur kann dem jeweiligen Autoklav zweifelsfrei zugeordnet werden. Gleichzeitig zeigt sie an, ob die exportierten Dateien valide sind (d. h. gültig). Jeder Versuch der Manipulation führt direkt dazu, dass die jeweilige Datei als invalide (ungültig) gekennzeichnet wird.
Die Advanced CFR 21 Part 11 Lösung enthält außerdem:
* Über die Netzwerkschnittstelle können nur Zyklusdaten übertragen werden.
** Die Netzwerkschnittstelle benötigt das optionale Feature „Save to Folder“ für die Dateiübertragung auf einen im Netzwerk befindlichen PC oder Server.
Mantelkühlung durch Kühlwasser und Stützdruck

Während des gesamten Sterilisierprozesses misst ein flexibler Temperaturfühler PT-100 permanent die Temperatur in einem Referenzgefäß. So wird gewährleistet, dass die Sterilisationszeit erst dann beginnt, wenn die Sterilisations-temperatur auch in der Flüssigkeit erreicht ist. Auch die Abkühltemperatur wird permanent überwacht. Wie von der Norm gefordert und um die Gefahr eines Siedeverzuges zu vermeiden, kann die Tür erst dann geöffnet werden, wenn die Temperatur der Flüssigkeiten auf mindestens 80 °C abgesenkt ist. Die Verwendung eines Stützdrucks durch sterilfiltrierte Druckluft während der Kühlphase verhindert das Kochen der Kulturmedien zuverlässig.
Radialventilator

Der Radialventilator sorgt in Verbindung mit optionaler Mantelkühlung durch Kühlwasser und Stützdruck durch Luftumwälzung für einen beschleunigten Wärmetransport vom Sterilisiergut zur abgekühlten Sterilisierkammer. Über eine Magnetkupplung wird das Lüfterrad vom außen angebrachtem Motor angetrieben.
Ultracooler

In Verbindung mit Mantelkühlung durch Kühlwasser, Stützdruck und Radialventilator ist es durch die Integration des zusätzlichen Ultracooler Wärmetauschers gelungen, die Rückkühlzeit und damit die Gesamtchargenzeit weiter deutlich zu reduzieren.
Beschickungskörbe und Wannen

Beschickungskörbe aus Edelstahl-Drahtmaschengitter, stapelbar.
Beschickungsregale
Für rationelle Raumausnutzung, besonders bei kleinformatigem Sterilisiergut, kann jeder Autoklav optional mit einem Beschickungsregal ausgerüstet werden. Sowohl das gesamte Regal als auch die einzeln ausziehbaren Tablare sind herausnehmbar.
Tischgestelle
Für jeden Autoklav der Systec D-Serie gibt es das richtige Untergestell. Maßgenau auf den Zentimeter passend. Serienmäßig mit 72 cm Gestellhöhe (andere Höhen auf Wunsch ohne Mehrpreis) steht der Autoklav so in der richtigen Position für bequemes Handling. Praktisch ist die untere Ablagefläche, die zum Beispiel zur Bereitstellung der Beschickungskörbe genutzt werden kann.
Transport- und Beschickungswagen

Über spezielle Beschickungswagen lassen sich die größeren Autoklaven besonders sicher und komfortabel beschicken. Das zu sterilisierende Gut wird freistehend oder in einem Korb auf dem Wagen auf eineverschiebbare Plattform gestellt. Nun wird der Wagen an den Autoklaven herangefahren und angekoppelt. Der Handgriff entsichert die Plattform, die jetzt leichtgängig auf Schienen in den Autoklaven geschoben wird.
Welcher Autoklav ist der richtige für Sie? Wir helfen Ihnen gerne weiter!