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Heißwasserberieselung und Sprühkühlung in Systec Autoklaven

Sterilisiergut, bei dem das Risiko besteht, dass es durch die Erhitzung und Rückkühlung bzw. die durch diese Vorgänge entstehenden Druckunterschiede bersten oder sich verformen könnte, kann mithilfe der Heißwasserberieselungs- und Sprühkühlungsfunktion von Systec Autoklaven sicher sterilisiert werden. So wird eine verlässliche Inaktivierung sichergestellt, ohne Schäden am Sterilisiergut zu verursachen.

Schnelle Sterilisation und Rückkühlung für erhöhte Effizienz

Systec Heisswasserberieselung

Autoklaven werden häufig zur Inaktivierung von fragilem oder verformbarem Sterilisiergut verwendet. Dazu zählen beispielsweise Dosen aus dünnem Metallblech, Kunststoffflaschen und -beutel oder große Glasflaschen. Insbesondere Kunststoff ist aufgrund seiner schlechten Wärmeleitfähigkeit anfällig für Verformungen im Zuge einer Erhitzung. Durch die Heißwasserberieselung und Sprühkühlung bei gleichzeitiger Anwendung eines Stützdrucks im Autoklaven-Innenraum in Systec Geräten wird das Risiko von Schäden an derartigem Sterilisiergut effektiv minimiert, während gleichzeitig der gesamte Sterilisiervorgang beschleunigt wird. Die aktive Sprühkühlung verringert zusätzlich die Rückkühlzeit des Sterilisierguts um über 90 % im Vergleich zur Selbstabkühlung. Hierdurch lassen sich im gleichen Umfang Chargenzeiten verkürzen, da weniger Zeit zum Abkühlen des Sterilisierguts benötigt wird.

So funktioniert die Sterilisierung und Rückkühlung durch Heißwasserberieselung und Sprühkühlung

Heisswasserberieselung Systec

Bei einem Heißwasserberieselungssystem, wie es in den Systec Autoklaven der Serien VX/VE, DX/DE und HX technisch umgesetzt wurde, wird das Sterilisiergut im Autoklav mit erhitztem VE-Wasser (Alkalikonzentration ≤ 0,02 mmol/l, Leitfähigkeit bei 20 °C, 0,1 – 15 μS/cm) aus den integrierten zwei (bei Kammer-Durchmesser 400 bis 740 mm) oder drei (Kammer-Durchmesser 1.000 mm) Berieselungslanzen besprüht (am Beispiel der Systec H-Serie). Das Wasser wird über eine Umwälzpumpe ständig im Kreislauf geführt. Dadurch kann eine kontinuierliche, schonende und gleichmäßige Berieselung der Gefäßoberflächen und eine Temperaturverteilung innerhalb der Gefäße gewährleistet werden. Ein gleichzeitig durch Druckluft (Qualität ≤ Klasse 4 nach DIN ISO 8573) erzeugter Stützdruck sorgt dafür, dass der im Inneren des Sterilisierguts aufgebaute Druck ausgeglichen werden kann, um Verformungen und Bersten zu verhindern. Der angewendete Druck entspricht einem vorwählbaren Faktor zwischen dem 1-, 2- oder 3-Fachen des im Sterilisierbehältnis gemessenen Drucks und ist auf 5 bar / 500 kPa Absolutdruck begrenzt.

Bei der anschließenden Rückkühlung durch Sprühkühlung wird das zur Sterilisierung genutzte VE-Wasser durch einen Plattenwärmetauscher geleitet und im abgekühlten Zustand über die Berieselungslanzen auf das Sterilisiergut gesprüht. Hierbei kommt wiederum Stützdruck zum Einsatz, um Verformungen und Bersten zu verhindern.

Materialschonende Erhitzung und Kühlung mit VE-Wasser für geringere Wartezeiten zwischen Autoklaviervorgängen

Die Kombination aus einer Sterilisation durch Heißwasserberieselung und der aktiven Rückkühlung durch VE-Wasser bei gleichzeitigem Stützdruck ist die perfekte Sterilisierungsvariante für Sterilisiergut aus fragilem oder verformbarem Material. Hierdurch werden nicht nur perfekte Sterilisierergebnisse, sondern auch eine deutlich verkürzte Rückkühlungszeit gewährleistet, die vor allem für die Arbeit mit hohen Chargenzahlen einen deutlichen Vorteil gegenüber der Selbstabkühlung darstellen.

Haben Sie Fragen zum Thema „Heißwasserberieselung mit Sprühkühlung“ bzw. zur richtigen Sterilisation von Sterilisiergut, dann kontaktieren Sie uns!

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